Himmlische Stimmen am 30. August …

ab 19:30 Uhr in der Grunower Fachwerkkirche. Wer dabei war im letzten Jahr, weiß wie im sonst stillen grünen Ow die Kirche fast aus allen Nähten platzen kann.
So voll war die Kirche sonst nur zu Weihnachten oder als es noch üblich war, am Sonntag, im schicken Zwirn, die einen links die anderen rechts ins Kirchhaus rein und jeder seinen Platz gemäß Rang und Ordnung einnahm. Die himmlischen Stimmen feiern nach einem Jahr ihr Comeback in Grunow. … Comeback, dass passt zu Heavenly Voices wie sie sich nennen. Und weil es an einem Freitag zum Wochenausklang nichts schöneres gibt, als auf dem grün bewiesten Kirchenlande, unter dem Schatten der Linden, über den Vorahnen kühles Hopfenbräu und andere blubbernde, gärige oder klare, gewürzte oder bebohnte Flüssigkeiten einzunehmen, sorgt sich die örtliche Schlaubequelle um die Bereitstellung dessen, während und nach dem Chor-Konzert der Gospelgröße Heavenly Voices. Weil bei nur 130 Plätzen damit gerechnet werden muss, dass nicht jeder einen begehrten Platz bekommt, werden Bierzeltgarnituren und offene Kirchenfenster den Zuspätgekommenen gewissermaßen, wenn auch nur sehr beschränkt, das Konzert außerhalb der Kirche ermöglichen.
Für all jene, die aus dem Umland kommen oder es gewohnt sind Online zu shoppen, vertreibt der Ostquell-Verlag ab sofort 30 Tickets (PayPal, Sofortüberweisung oder Vorauskasse). Für alle anderen findet der Kartenvorverkauf in der Schlaubetaler Einkaufsquelle in Grunow statt.

Am darauf folgendem Samstag wird um 13 Uhr der lange geplante und ersehnte Radweg Grunow-Schneeberg eingeweiht. Wer, wie ich, es nicht abwarten konnte, wird sich über die frisch gebackene Asphaltschlange vielleicht auch so gefreut haben. Die Strecke kann mit einer sehr feinen Oberfläche und ordentlichem Unterbau im robinienumwachsenen Teil sowie ein paar kleinen Kurven und sogar mit einer kleinen Brücke über das Schneeberger Fließ trumpfen. Das Skaten auf der Straße ist leider nach der Eröffnung nicht mehr ohne Gefahr möglich. Ist doch der Belag auch hier von äußerster Feinheit und Ebenmäßigkeit, wie man sie hier weit und breit nicht finden wird. Vielleicht findet sich ja eine kritische Masse an Begeisterten, die ein kleines Straßenrennen organisiert?!

Es bleibt sportlich: ab 14 Uhr beginnt am Samstag ein kleines Fussballturnier mit Mannschaften aus der Umgebung, auf dem Sportplatz, am Ende des Fließwegs.
Dort wird dann auch gemütlich das 669. Jahr der Ersterwähnung Grunows gefeiert. 625, 669 … ??? Wer aufmerksam die Festschrift gelesen hat, wird wissen, dass Grunow – quasi über Nacht – um 44 Jahre gealtert ist. Mal rein ästhetisch betrachtet, gefällt mir die Zahl 669 auch viel besser als 625. Und nun dämmert mir auch grad, warum unsere Bürgermeisterin etwas ängstlich war mit dem Zeitsprung. Wer rechnen kann, wird nach intensivem Nachdenken vielleicht auch zu dem Schluss kommen, dass nächstes Jahr mal wieder ein Jubiläum ansteht. Dann wollen wir mal hoffen, dass Herr Preßler bald wieder fündig wird.