Greenpeace-Protest gegen CCS-Technologie

CO2-BombeDer RBB berichtet: Vor dem Berliner Reichstagsgebäude haben am Donnerstagmorgen rund 50 Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace demonstriert.
Anlass war die Bundestagsdebatte über einen CCS-Gesetzentwurf. Eine Sprecherin bezeichnete die unterirdische Verpressung von CCS als tickende Zeitbomben und als Risikotechnologie.

Das Gesetz stand am Donnerstag in erster Lesung auf der Agenda des Parlaments. Die Bundesregierung will die CCS-Technologie grundsätzlich ermöglichen, den Ländern aber zugleich eine Ausstiegsklausel einräumen.

Diese wollen Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Anspruch nehmen, obwohl gerade dort die größten Speichermöglichkeiten bestehen. Brandenburg will diese Klausel im Bundesrat dagegen zu Fall bringen, um nicht als einziges Speicherland übrig zu bleiben.

CDU: Brandenburg soll CCS auch alleine erproben

Der Brandenburger CDU-Landesgruppenchef im Bundestag, Michael Stübgen, fordert von der Landesregierung, notfalls auch alleine die sogenannte CCS-Technologie zu erproben.

Stübgen sagte dem rbb am Donnerstag, Ministerpräsident Platzeck müsse die Chance wahrnehmen, die Erprobung in Brandenburg möglich zu machen, auch wenn andere Bundesländer dies ablehnen könnten. Anlass ist ein Gesetzentwurf der Bundesregierung, der es einzelnen Bundesländern erlaubt, die unterirdische Lagerung von Kohlendioxid auf ihrem Gebiet zu untersagen.

Bei der CCS-Technologie wird CO2 verlüssigt und in tiefe, Salzwasser führende Gesteinsschichten gepresst. Kritiker befürchten Gaslecks und eine Versalzung des Trinkwassers.

Artikel vom 11.5.2011 des RBB