4 Jahre Heimatverein Dammendorf

Bei herbstlich-schönem Wetter flogen wir anlässlich unseres 4. Geburtstages nach Lieberose aus. Ein Eindruck vom Ausflug:

„Zu den Schulenburg’schen Spuren, welche in Lieberose bis zum 2. Weltkrieg erzeugt wurden, zählen unter anderem ein beachtlich großes Schloss und auf selbigen Gelände eine Kiefernsamendarre. Währendessen, das Schloss seine Herausforderer noch grübeln lässt, wurde aus der einzstigen Samendarre ein Vorzeigeprojekt für Kultur- und Stadtentwicklung, das viel Pioniergeist, Herzblut und Engagement sowie knapp 2 Millionen Euro gekostet hat.

So lädt das heutige Kulturhaus in Lieberose unter dem trefflichen Namen „Zur Darre“ zum Entdecken und herrschaftlichen Speisen ein. Der Förderverein Lieberose e.V. vertreten durch Herrn Hesse, pensionierter Apotheker, gebürtiger Beeskower und Lieberose-Liebhaber führte uns durch das technische Denkmal mit aller Hand Geschichtlichem und  „Lieberoseleien“. Dabei wurden für – den Kenner – viele Parallelen zum ehemaligen preussischen Forstamt Dammendorf und der herrschaftlichen Forstverwaltung des Lieberoser Forstes durch die Familie von der Schulenburg sichtbar, die ihrerzeit 15 Tausend Hektar Land zu bewirtschaften hatte. Als Dankeschön für die interessante Führung und als Beginn einer Vereinspartnerschaft überreichte der Vorsitzende des Heimatvereins Dammendorf, Ralf Hartwig, Herrn Hesse vom Förderverein ein Original-Schriftstück aus dem Jahre 1939. Dabei handelt es sich um eine Einladung zur Hasenjagd von Albrecht-Friedrich Graf von der Schulenburg, Oberforstmeister a.D. an den damaligen Preußischen Forstmeister Carl Hildebrand im Forstamt Dammendorf. Das Schreiben stiftete die Tochter, Edelgard Hildebrand, aus München aus dem Nachlass des Preußischen Oberförsters.

Zuvor besahen wir uns die Ruine der ehemaligen Stadtkirche Lieberoses, die durch den Einsatz von Sprengbomben, in den letzten Kriegstagen stark zerstört wurde und als Kirchengebäude bis zum heutigen Tage unbrauchbar ist.

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Das Restaurant „Zur Darre“ ist eine Pflicht für alle, die gern Ihren Geschmacks-, Geruchs- und oder  Sehsinn nutzen. Knusprige Martinsgans – innen weich und zart – an pikanter Orangensauce mit einer leichten Schärfe von grünem Pfeffer (und Ingwer?),  dazu selbst bereitete Klöße und knackig-fruchtiges Rotkraut, garniert mit einem mit Mandeln und Rosinen gefüllten und mit Puderzucker bedeckten roten Backapfel. Ein Fest für die Sinne! Mit einem aus dem spanischem Navarra stammenden Roséwein, der aus einer stark limitierten Produktion stammt, war der Genuss durch nichts zu toppen. Oder doch? Das Dessert, auf das mit Recht, alle die vom Essen erfüllt waren, seufzend blickten, wurde vom Restaurantleiter sowie einer von den Mitgliedern besetzten Assistenzstelle am Tisch mit Obstler flammbiert, nachdem es zuvor in der Pfanne karamelisierte. Die herrlich duftenden Dessertteller wanderten dann an den Nasen der meisten vorbei hin zu den beiden glücklichen Genießern, die ihre Freude jedoch gern mit den Übrigen teilten.
Im Anschluss ließen wir uns bei einem Verdauungsspaziergang im Schlosspark durch Ralf Hartwig von ein wenig Schlossgeschichte berieseln.“

Fazit, es war ein gelungener 4. Geburtstag! Ein kleiner Wermutstropfen tropfte dennoch, da leider nicht alle dabei waren.

Einen herzlichen Glückwunsch allen Mitgliedern und Vereinsfreunden. Ich wünsche uns eine besinnliche Herbst- und Winterzeit sowie ein starkes fünftes Jahr – denn nur gemeinsam sind wir … !

Zu guter letzt, ein Dank, an alle die dem Verein in den Jahren unterstützend zur Seite standen, wie zum Beispiel das Amt Schlaubetal, Bürgermeisterin Katharina Staar die Ferrostaal Maintenance Eisenhüttenstadt GmbH  vertreten durch Herrn Dieter Zellin sowie vielen aktiven Bürgern aus dem Schlaubetal die sich hiermit genannt und bedacht fühlen möchten.

Danke!